Rally Obedience

ist eine Hundesportart, die Gehorsamkeit und Kommunikation zwischen Hund und Halter auf spielerische Weise fördert. Im Gegensatz zu traditionellen Obedience-Prüfungen liegt der Fokus bei Rally Obedience auf einer lockeren, positiven Atmosphäre, bei der der Spaß für Hund und Halter im Vordergrund steht. Dennoch erfordert diese Disziplin Präzision, Konzentration und Teamarbeit, was sie zu einer beliebten Herausforderung im Hundesport macht.

Die Grundlagen von Rally Obedience

Bei Rally Obedience durchlaufen Hund und Halter einen Parcours, der aus verschiedenen Schildern besteht. Jedes Schild gibt eine Anweisung, die das Team befolgen muss, wie z. B. „Sitz“, „Platz“ oder „Kreis um den Hund“. Anders als bei klassischen Gehorsamkeitsprüfungen darf der Halter den Hund während des gesamten Parcours verbal motivieren und anleiten, was den sportlichen Wettbewerb lockerer und interaktiver macht.

Arten von Übungen

Die Schilder im Parcours beinhalten eine Vielzahl von Gehorsamsübungen, die Hund und Halter gemeinsam absolvieren müssen. Typische Aufgaben sind:

  1. Grundlegende Kommandos
    Befehle wie „Sitz“, „Platz“ oder „Steh“ sind grundlegende Gehorsamsübungen, die in nahezu jedem Parcours vorkommen.
  2. Drehungen und Wendungen
    Schilder fordern oft Richtungswechsel, bei denen der Hund eng bei Fuß bleiben muss, während das Team Drehungen oder Wendungen ausführt. Diese fördern die Konzentration und die präzise Kontrolle des Hundes.
  3. Tempowechsel
    Eine weitere Übung besteht darin, das Tempo zu wechseln. Hund und Halter müssen vom normalen Tempo in langsames oder schnelles Gehen wechseln, ohne dass der Hund aus der Position gerät.
  4. Sprünge und Hindernisse
    Einige Parcours beinhalten kleine Hindernisse, wie z. B. niedrige Hürden oder Slalomstangen, die der Hund überwinden oder umkreisen muss.
  5. Positionen halten
    Hier wird der Hund aufgefordert, bestimmte Positionen zu halten, wie z. B. ein „Steh“ oder „Platz“, während der Halter eine Runde um den Hund geht oder kurz verweilt.

Die Struktur der Prüfung

Die Parcours bestehen aus 12 bis 20 Schildern, abhängig von der Schwierigkeitsstufe der Prüfung. Es gibt unterschiedliche Klassen, die vom Anfänger- bis zum Fortgeschrittenen-Niveau reichen. Der Halter und der Hund starten gemeinsam und absolvieren die Übungen nacheinander, wobei sie nach Präzision, Geschwindigkeit und Teamarbeit beurteilt werden.

Das Besondere an Rally Obedience ist die ständige Interaktion zwischen Hund und Halter. Im Gegensatz zu anderen Gehorsamsprüfungen darf der Halter kontinuierlich mit dem Hund kommunizieren, ihn ermutigen und lenken. Dies schafft eine lockere und positive Atmosphäre, in der der Spaß am gemeinsamen Tun im Vordergrund steht.

Voraussetzungen und Anforderungen

Rally Obedience ist eine Hundesportart, die für alle Hunde geeignet ist, unabhängig von Alter, Rasse oder Größe. Auch Halter mit weniger Erfahrung im Hundesport können hier erfolgreich starten, da die Aufgaben auf den individuellen Trainingsstand des Hundes angepasst werden können. Ein wesentlicher Bestandteil ist die gute Kommunikation zwischen Hund und Halter sowie das Vertrauen und die Freude an der Zusammenarbeit.

Obwohl Rally Obedience eine spielerische Sportart ist, erfordert sie dennoch eine gewisse Disziplin und Genauigkeit. Die besten Teams sind jene, die es schaffen, mit Leichtigkeit durch den Parcours zu kommen, ohne dass die Kommandos zu formell wirken. Die Kunst besteht darin, die Balance zwischen Spaß und Präzision zu finden.

Fazit

Rally Obedience ist eine unterhaltsame, flexible Hundesportart, die auf Gehorsam und Teamarbeit setzt. Die Möglichkeit, mit dem Hund während des gesamten Parcours zu kommunizieren, macht diese Sportart besonders attraktiv für Hundebesitzer, die das Zusammenspiel mit ihrem Hund fördern möchten. Dabei bietet Rally Obedience sowohl für Anfänger als auch für fortgeschrittene Teams eine tolle Möglichkeit, die Bindung zwischen Mensch und Hund zu stärken und gleichzeitig sportlich aktiv zu bleiben.

Hund und Mensch Tirol e.V.

Für ein Miteinader von HundehalterInnen und Nicht-HundehalterInnen und eine artgerechte, tierschutzkonforme Haltung von Hunden in Tirol.